Ethereum unter Druck: Was verhindert das Wachstum der zweiten Kryptowährung?

Mike Smith 2025-03-28

Der beliebte Krypto-Händler und Analyst Guy Turner hat sich besorgt über die Situation um Ethereum geäußert, das in Bezug auf das Wachstum weiterhin gegenüber Bitcoin an Boden verliert. In einem neuen Video merkte er an, dass Ethereum im Gegensatz zur ersten Kryptowährung, die ihre Allzeithochs aktualisierte, nie in der Lage war, auch nur die 4.000-Dollar-Marke zu durchbrechen und weit unter seinem Rekord von 4.900 Dollar aus dem Jahr 2021 blieb.  

„Ethereums Dynamik sieht so schwach aus, dass es in der Krypto-Community zum Gegenstand des Spottes geworden ist. Vor dem Hintergrund des starken Wachstums von Bitcoin zeigt der ETH/BTC-Chart seit September 2022 einen stetigen Rückgang. Derzeit gibt es keine Signale für eine Trendwende, was auf ernsthafte Probleme für die zweitkapitalisierteste Kryptowährung hinweist“, betonte Turner.  

Der Analyst sieht mehrere Schlüsselfaktoren, die die Entwicklung von Ethereum behindern. Zunächst einmal ist es der zunehmende Wettbewerb. Und dabei handelt es sich nicht nur um externe Konkurrenten wie Solana, Binance Chain, Aptos und Avalanche, sondern auch um interne Akteure, deren Projekte innerhalb des Ethereum-Ökosystems die Liquidität fragmentieren. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld verteilt sich das Kapital auf verschiedene Initiativen, was die Position des Kernnetzwerks schwächt.  

Zusätzlicher Druck entsteht durch die makroökonomische Situation. Die hohen Zinssätze machen traditionelle Finanzinstrumente attraktiver. So erreichen beispielsweise die Renditen von US-Anleihen 4,28 Prozent pro Jahr, während ETH-Einsätze nur etwa 3 Prozent abwerfen. Dadurch sinkt das Interesse institutioneller Anleger an Investitionen in Ether, der im Vergleich zu alternativen Anlagen weniger wettbewerbsfähig wird.  

Zuvor hatte Guy Turner die Meinung geäußert, dass das bevorstehende Ethereum-Update namens Pectra ein Wachstumsmotor für das Netzwerk sein könnte. Bislang zeigt sich der Markt jedoch skeptisch gegenüber solchen Prognosen, und Ether bleibt weiterhin im Schatten der ersten Kryptowährung.